Montag, 11. September 2017

Die erste wissentliche und willentliche Besichtigung....

-   oder die Schwierigkeit beim Fotografieren -


Liebe Blogleser,

die Montage sind irgendwie immer komische Tage. Nach der Entspannung am Wochenende schwirren mir montagsfrüh immer ganz viele Gedanken durch den Kopf. An vieles möchte ich denken und noch viel mehr möchte ich erledigen. Das gelingt meist minder gut.

Und so habe ich heute so viele Ideen für den Blog, dass ich letztendlich doch nicht weiß, was ist Euch heute berichten soll. Ich wollte noch gerne etwas vom Seminar „Physiotherapie und Krankengymnastik beim Hund“ berichten, es gibt neue Herzchenbilder, ich beschäftige mit der Frage, ob die unterlassenen Blutuntersuchungen bei Socke ein Zeichen von Gelassenheit oder Angst sind, ich würde Euch gerne zeigen, wie toll Socke nach einem Regenspaziergang beim Trocknen der Pfoten hilft, wie wir das Abgeben eines Leckerchen beherrschen und und und…

Der Kopf ist voll, aber die Gedanken sind chaotisch. Zu chaotisch, um einen vorbereiteten Entwurf sinnvoll zu bearbeiten.  Also mache ich es mir und Euch leicht und zeige Euch einfach ein Objekt des Skulpturenprojektes, das wir gestern ja abschließen konnten.

Die bisher gezeigten Beiträge dazu findet Ihr unter dem Label Skulpturen 2017. Bei der Reihenfolge der hier gezeigten Objekte halte ich mich an die Reihenfolge der Besichtigungen – soweit es sich nicht um mehrteilige Skulpturen handelt - und schreibe zu jedem Beitrag, was mir dazu einfällt und was wir dort erlebt haben.

Das dritte Objekt, welches ich heute zeigen möchte, war die erste Skulptur, die wir bewusst, wissentlich und willentlich aufgesucht haben. Die ersten beiden Objekte haben wir ja rein zufällig bzw. ganz spontan – weil wir schon einmal hier sind – besichtigt.


Das Objekt ist von Lara Favaretto Und heißt Momenthaftes Monument – The Stone.
 
Augenscheinlich handelt es sich um eine Steinskulptur, doch es versteckt sich mehr in ihr….. 

Sicher ist zum einen, dass diese Skulptur nicht in Münster verbleiben wird, denn sie wird nach der Ausstellung zerstört und der Schutt wird wieder verwendet. Die Säule ist zudem eine überdimensionierte Spardose. Das Geld, das in den Schlitz geworfen wird kommt den Menschen, die in Büren in Abschiebehaft sitzen zu Gute. Der Standort der Säule ist insoweit bewusst gewählt, der der gegenüber der Ausländerbehörde und in der Nähe eines Kriegsdenkmals steht. Hier ist also nichts dem Zufall überlassen.

Ganz anders als meine Bilder, die ich recht spontan und ungeplant von Socke an der Säule gemacht habe. 

Die Spardose.....














Es war nicht leicht Bilder zu machen, da natürlich viele Menschen die Skulptur besichtigen, anfassen und ansehen wollten. Wir mussten ein gutes Auge auf Socke haben, damit niemand auf sie tritt oder über sie fällt. Die Geräuschkulisse ist entsprechend groß, denn viele Menschen sprechen in den verschiedensten Sprachen und natürlich klicken überall die Kameras oder die Handys.

Vielleicht hat es mir deshalb viel mehr Freude gemacht Socke etwas abseits der Säule hinter den roten Begonien abzulichten.






Ich bin heilfroh, dass ich es trotz des heutigen Chaos im Kopf geschafft habe, einen Beitrag fertig zu schreiben. Mal sehen, wie es morgen klappt. 


Viele liebe Grüße








Kommentare:

  1. Die Skulptur finde ich nicht nur optisch nicht so sehr ansprechend (Betonklotz), sondern den inhaltlichen Hintergrund auch etwas bedrückend. :(
    Um so schöner finde ich da die Bilder von Socke und den Begonien. Blümchenbilder mag ich ja sowieso sehr gerne, aber Socke passt auch richtig gut zu der roten Farbe.

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    1. Nun, ich muss Dir leider sagen, dass es noch viel schlimmer kommt. Optisch ist die Säule schon ein Hingucker…. Die Bedeutsamkeit finde ich nicht bedrückend, da uns das Elend der Welt ja doch täglich durch die Medien zur Kenntnis gebracht wird.
      Vielmehr finde ich es gut, dass es die Möglichkeit zu spenden gibt…

      Ich freue mich aber, dass ich Dich mit den Blümchenbildern etwas versöhnen konnte.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  2. Steine üben auf uns eine besondere Faszination aus - die Skulptur lässt viele Interpretationen zu - mit Blümchen und Socke wird sie sogar sehr lebendig.
    Grüsse von Ayka mit Erika

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    1. Es wird hier also viel geboten. Das freut uns sehr…

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  3. Besonders schön finde ich heute Bild Nr. 18. Es sieht aus als ob sich Socke hinter den Blumen die Skulptur anschauen würde.
    Auch wenn der Hintergrund nicht so schön ist, mag ich diese Skulptur irgendwie. Aber ich mag auch gerne Stein, auf denen Muster zu erkennen sind.

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    1. Dein Lieblingsbild ist auch mein Lieblingsbild, wobei Socke den Socke-nHalter anhimmelt…

      Die Gedanken zur Skulptur spiegeln unsere Welt wieder und ich finde es daher gar nicht so bedrückend. Wir leben doch jeden Tag mit derartigen Geschichten und Bildern. Erst heute morgen hörte ich im Radio, dass ein Flieger mit Flüchtlingen nach Afghanistan starten wird. Ob mich diese Realität traurig stimmt, ist sicher eine ganz andere Frage. Nein, ich konnte mir die Säule gut ansehen und fand die Idee der Wiederverwertung und der Spendenmöglichkeit sehr gut.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  4. Ich muss zugeben, so ein Monument mit den Hintergundgedanken ist schwierige Kost ... aber wenn ich das ausblende, dann gefällt mir auch der Stein und ich mag die Bilder mit den roten Begonien und den Söckchen sehr - es lockert das Monument etwas auf und lässt es freundlciher wirken.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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    1. Es freut mich sehr, dass Socke und die Blumen das Objekt für Dich so positiv aufwerten. Ich habe trotz des Hintergrundes die Säule nicht so negativ gesehen, sondern mich viel mehr über die Spendenidee und die Wiederverwertung gefreut. Ich hoffe nicht, dass ich nun als kalt und abgebrüht gelte, aber ich glaube schon, dass unser Abschiebesystem rechtmäßig ist. Fair und gerecht wird es nie sein, weil es um Menschen geht, aber ich denken, dass wir in Deutschland das bestmögliche für die Menschen tun.

      Und das Kriegsdenkmal gehört zu einer Vergangenheit, die mich sicher berührt, wachsam sein lässt, für die ich mich aber nicht verantwortlich fühlen kann. Ich finde solche Mahnmale sehr wichtig, denn wir sollte die Vergangenheit nicht vergessen und daraus lernen, aber ich bin froh, dass es sie gibt und empfinde sie nicht als Belastung.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  5. Es sieht so einfach aus und doch steckt so viel dahinter. Und dass sogar die Position eine Bedeutung hat, wäre ich von alleine wohl nie gekommen...
    Liebe Grüsse
    Nadine mit Ciarán

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    1. Natürlich sieht man der Säule all dies nicht an und ich wusste noch nicht einmal wo in Münster die Ausländerbehörde ist. Man lernt auf so einer Ausstellung wirklich ganz viel. Man lernt sein Stadt kennen, hört die Sichtweise der Menschen, die die Säule auch anschauen und kann sich seine eigene Meinung bilden. Es war insofern wirklich eine sehr spannende Zeit.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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  6. Diese Spardose ist wirklich riesig. Das sogar der Standort der Skulptur bewusst gewählt wurde ist beeindruckend. Da hat sich die Künstlerin sehr viele Gedanken gemacht. Aber Söckchen hinter den roten Begonien gefällt mir besser ;-) Trotzdem bin ich natürlich neugierig was ihr noch entdeckt habt.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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    1. Wir sind ja auch keine Kunstkenner und sind immer überrascht, was als Kunst gilt und welche Gedanken sich so ein Künstler macht. Ich möchte die Arbeiten auch gar wirklich bewerten. Es war für uns eine schöne Abwechslung und hat uns Freude gemacht unsere Heimat etwas besser kennenzulernen.

      Hauptaugenmerk war und ist aber immer Socke, die uns begleitet hat und mit dem Kunstwerk fotografiert wurde.

      Ganz lieben Dank und viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

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